Ein Sprecher des Magistrats hat gegenüber der Nordsee-Zeitung mitgeteilt, dass es bei der Einführung einer neuen Finanzsoftware zu erheblichen Schwierigkeiten gekommen sei und deswegen „die Verwaltung ihre Arbeit in einzelnen Bereichen anders organisieren musste beziehungsweise kaum wahrnehmen konnte.“ Die Stadtverordnetenfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P fragt, was das genau bedeutet.
„Wir vermuten hinter dem sehr vagen Statement des Magistrats zu den Softwareprobleme ungefähr Folgendes: Die Stadt Bremerhaven kann im Moment ihre Zahlungsverkehre zum Teil nicht mehr kontrollieren“, meint Claudius Kaminiarz, Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P. „Weitere Medienbericht lassen befürchten, dass diverse Verwaltungsbereiche den Ein- und Ausgang von Zahlungen nicht mehr sicher nachvollziehen können. Da ist es das kleinere Problem, dass einzelne Mitarbeiter:innen des Magistrats aktuell ihren Tätigkeiten nicht nachgehen können. Viel schwerer wiegt die Frage, ob unserer Stadt, die finanziell wahrlich nicht auf Rosen gebettet ist, jetzt gerade Geld verloren geht. Und auch andersherum: Kann die Verwaltung Bürger:innen, die der Stadt zu viel überwiesen haben, solche Beträge zurzeit zurückerstatten? Sollte die Lage derart dramatisch sein, darf der Kämmerer Herr Neuhoff nicht knapp zwei Monate bis zum nächsten Finanz- und Wirtschaftsausschuss warten, ehe er die Stadtverordneten informiert. Panik und Gerüchte helfen der Stadt nicht weiter. Aber um das zu verhindern, muss der Magistrat sofort umfassend aufklären. Alles andere wäre ein Skandal.“, schließt Kaminiarz.
Für Rückfragen: Claudius Kaminiarz, 0179 7312466
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