Am 17.07.2026 berichtete die Nordsee-Zeitung von einer möglicherweise drohenden Schließung der Bremerhavener Kinderklinik im Klinikum Reinkenheide. Ein Experte schlägt sogar die Schließung der Frühgeborenstation vor. Für Carsten Baumann-Duderstaedt, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE + P, wäre beides ein katastrophaler Verlust für die Stadt und die Region:
„Die Schließung unserer Kinderklinik können wir uns nicht leisten“, meint Baumann-Duderstaedt. „Im Gegenteil muss jetzt daran gearbeitet werden, das Klinikum zu stärken und die Bremerhavener Pädiatrie als zentrales Kinderkrankenhaus für die Region auszubauen. Ebenso muss die Versorgung von Frühgeborenen in Bremerhaven erhalten bleiben. Der Magistrat als Gesellschafter des Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide (KBR) ist nun gefordert, Lösungen auf Landesebene herbeizuführen. Es muss dringend an einem Lastenausgleich mit den umliegenden niedersächsischen Landkreisen gearbeitet werden, deren Bewohner:innen das KBR stark nutzen. Zum Beispiel kann der Magistrat im Rahmen der Vergabe von Gesellschafteranteilen an umliegende Landkreise für eine Entlastung sorgen. Außerdem müssen die Bremerhavener Politik und der Magistrat Druck bei der Landesregierung machen. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung muss oberste Priorität haben. Das KBR hat viele Expertisen mit jeweils herausragender regionaler und sogar überregionaler Bedeutung. Das muss erhalten und weiter ausgebaut werden.“
Claudius Kaminiarz, Fraktionsvorsitzender von GRÜNE + P, appelliert in diesem Zusammenhang an alle in Bremerhaven gewählten Bürgerschaftsabgeordneten: „Das KBR muss das zentrale Krankenhaus für unsere Region sein, und zwar über die Stadt- und Landesgrenze hinaus. Um das abzusichern, sollte ein Staatsvertrag zwischen den Ländern Bremen und Niedersachsen auf den Weg gebracht werden. Die Bremerhavener Bürgerschaftsabgeordneten sollten sich über die Parteigrenzen hinweg für dieses Ziel einsetzen. Denn die Bremer Landesregierung ist dafür verantwortlich, eine gleichwertige Gesundheitsversorgung in beiden Städten des Landes zu sichern und zugleich würde solch ein Vertrag der Niedersächsischen Krankenhausplanung nützen“, schließt Kaminiarz.
Für Rückfragen: Carsten Baumann-Duderstaedt, 0172 9300603 Claudius Kaminiarz, 0179 7312 466
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