Der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums Reinkenheide, Kämmerer Torsten Neuhoff, ist von seinem Posten zurückgetreten. Er begründete diesen Schritt mit der finanziell angespannten Lage des Krankenhauses. Nun hat sich auch die Landespolitik mit dem Kommunalen Klinikum in Bremerhaven befasst.
„Die finanziellen Schwierigkeiten unseres kommunalen Krankenhauses sind offenbar sehr bedrohlich. Selbst das Wort Insolvenz macht die Runde. Für Bremerhaven wären die Folgen dramatisch“, sagt der gesundheitspolitische Sprecher der Stadtverordnetenfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P, Carsten Baumann-Duderstaedt. „Das Klinikum muss jetzt finanziell stabilisiert werden und in kommunaler Hand bleiben. Da erwarte ich als Stadtverordneter im Gesundheitsausschuss Ende Mai detaillierte Informationen. Hoffnung macht die Aussage der Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard, die Landesmittel für die Rettung des Klinikums Reinkenheide fordert. Das ist konsequent. Denn der kommunale Klinikverbund in Bremen, die GENO, wurde auch mit Landesmitteln unterstützt. Eine vergleichbare Hilfe müsste es jetzt auch für unser Krankenhaus geben.“
Der Fraktionsvorsitzende von GRÜNE + P, Claudius Kaminiarz, fragt, wie es überhaupt so weit kommen konnte: „Mich erstaunt in dieser schwierigen Lage das Krisenmanagement des Magistrats und der Koalition. Zunächst gab es öffentliche Kritik von Herrn Neuhoff an der Geschäftsführung des Krankenhauses, die er seit Jahren kontrollieren sollte. Dann trat er als Aufsichtsratsvorsitzender zurück und die kritisierte Geschäftsführung blieb im Amt. Wir können nur hoffen, dass seine Nachfolgerin Frau Toense einen klareren Kurs fährt. Wir als Opposition können das leider nicht genau nachverfolgen. Schon seit Jahren halten SPD, CDU und FDP die Opposition aus allen Aufsichtsräten raus, so auch im Klinikum Reinkenheide. Somit tragen die Vertreter:innen der Koalition allein die Verantwortung für die Aufsicht. Sollten die aktuellen finanziellen Probleme des Klinikums mit dem Handeln der Geschäftsführung zusammenhängen, wirft das Fragen zum Verhalten der Koalitionsvertreter:innen im Aufsichtsrat auf“, schließt Kaminiarz.
Für Rückfragen:
Carsten Baumann-Duderstaedt, 0172 9300603; Claudius Kaminiarz, 0179 7312466
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