GRÜNE PP fordern ein Zukunftskonzept für den sozialen Wohnungsbau

Der soziale Wohnungsbau ist ein wesentlicher Teil einer aktiven Sozialpolitik. Allerdings wurde er zuletzt auf allen politischen Ebenen vernachlässigt. Petra Coordes, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE GRÜNEN PP, schlägt nun vor, dass der Bremerhavener Magistrat umfassend Daten zum sozialen Wohnungsbau in der Seestadt zusammenträgt und daraus ein Zukunftskonzept Sozialer Wohnungsbau erarbeitet. Einen entsprechenden Antrag hat sie für die kommende Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingebracht.

„Fast ein Drittel der Bremerhavener Haushalte gilt als armutsgefährdet. In der Regel müssen sie rund die Hälfte ihres Geldes für Wohnung und Nebenkosten ausgeben“, erläutert Coordes und verweist auf eine Studie der Arbeitnehmerkammer zur Wohnsituation in Bremerhaven aus dem Jahr 2019. „Zugleich sind viele günstige Wohnungen in Bremer­haven in einem schlechten Zustand. Hier müssen wir mit mehr sozialem Wohnungsbau ansetzen. Es geht um Miethöhen und um die angemessene Qualität der Wohnungen. Auch wer arm ist, hat das Recht auf eine ordentliche Wohnung.“

Claudius Kaminiarz, baupolitischer Sprecher von DIE GRÜNEN PP, verweist darauf, dass der soziale Wohnungsbau wichtig für die Stadtentwicklung insgesamt sei. „Wir wollen eine soziale Durchmischung der Stadtteile und keine abgehängten Quartiere. Das regelt der Markt nicht von allein. Wir müssen vielmehr politisch die entsprechenden Rahmenbedingungen beschließen. Es gibt also viele Gründe für mehr sozialen Wohnungsbau. Um hier endlich voranzukommen, brauchen wir eine faktenbasierte Analyse der Bremerhavener Wohnraumsituation und ein darauf aufbauendes Zukunftskonzept Sozialer Wohnungsbau. Und dafür hoffen wir sehr auf die ehrliche und offene Unterstützung der SPD-CDU-FDP-Koalition“, appelliert Kaminiarz an die Regierungsmehrheit in der Stadtverordneten­versammlung.

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