Um die Zukunft der Bremerhavener Stadthalle ist es still geworden. Aktuell ist bis Ende 2027 nur eine eingeschränkte Nutzung möglich. Ob die bestehende Halle saniert oder eine neue gebaut wird, ist noch immer unklar. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN + P möchte mit einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung wieder Bewegung in die Sache bringen.
„Der Neubau einer Stadthalle soll laut einem Gutachten deutlich günstiger sein als eine Sanierung. Das haben Medien bereits im März dieses Jahres berichtet“, meint Claudius Kaminiarz, Fraktionsvorsitzender von GRÜNE + P. „Dieses Gutachten wird allerdings seit Monaten unter Verschluss gehalten. Offenbar hat es für Verwirrung bei SPD, CDU und FDP gesorgt. Denn zuvor hatten sich die drei Parteien auf eine Sanierung festgelegt. Hierzu wollte Stadtkämmerer Torsten Neuhoff Anfang 2026 verschiedene Varianten präsentieren. Der Stadthallen-Aufsichtsrat wollte dann nach Ostern eine Entscheidung treffen und spätestens bis zum Sommer Politik und Öffentlichkeit informieren. Kämmerer Neuhoff hat im Frühjahr sogar versprochen, bis Ende September solle es entsprechende Vorlagen geben.“
Allerdings habe man seit März nichts mehr zu diesem Thema gehört, so Kaminiarz, weder vom Aufsichtsrat, von der Koalition noch vom Magistrat. Darum möchten GRÜNE + P jetzt eine Klärung in der Stadtverordnetenversammlung: „Mit unserem Antrag möchten wir zwei Dinge erreichen. Zum einen soll endlich auch die Opposition das Gutachten für das Sanierungskonzept und für die Alternative Neubau bekommen, und damit die seit langem vorliegenden aktuellen Informationen. Zum anderen fordern wir einen Neubau der Stadthalle, da dies offenbar die nachhaltigere und günstigere Lösung ist. Welche Bedarfe die Halle konkret erfüllen soll, muss der Magistrat natürlich noch detailliert klären. Jetzt geht es erstmal darum, die aktuelle Hängepartie zu beenden und den Bremerhavener:innen zu sagen, wohin die Reise gehen kann“, schließt Kaminiarz.
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