Die Bremerhavener Dieckell-Gruppe hat bekannt gegeben, dass sie sich von dem Großprojekt Wulsdorf Mitte zurückzieht. Für den Stadtteil ist das eine bittere Nachricht, weil nun völlig unklar ist, wie es weitergehen soll. Bemerkenswert ist dabei, dass ein Investor, der schon viel Geld in dieses Projekt investiert hat, trotzdem aussteigt. Das wirft Fragen auf, meint Claudius Kaminiarz, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN + P:
„Wir bedauern sehr, dass das Projekt Wulsdorf Mitte erstmal auf Eis liegt. Über zehn Jahre wurde dieses wichtige Stadtentwicklungsvorhaben beraten und geplant. Dauert es jetzt weitere Jahre, bis etwas passiert? Baurecht stehe unmittelbar bevor, sagt Baudezernent Herr Charlet. Aber es scheint mehr als fraglich, ob die Stadt so einfach einen neuen Investor findet. Wir GRÜNE + P gehen davon aus, dass wir im nächsten Bau- und Umweltausschuss am 16. Juni detaillierte Informationen über die aktuellen Perspektiven erhalten. Auch wenn es für die Menschen in Wulsdorf sehr ärgerlich ist, darf die Stadt jetzt nicht mit blindem Aktionismus eine Ersatzlösung übers Knie brechen. Unter anderem muss über Zwischenlösungen gesprochen werden, wie zum Beispiel eine vorübergehende Begrünung der Baubrache mitten in Wulsdorf.“
Mit etwas Sorgen schaut Kaminiarz auf die weitere Entwicklung: „Aus den Äußerungen der Dieckell-Gruppe klang eine gewisse Unzufriedenheit mit der Planungsarbeit der Stadt heraus. Es habe zu lange gedauert, bis die für eine Umsetzung erforderlichen Grundlagen in der erforderlichen Verlässlichkeit vorgelegen hätten. Hier muss die Stadt selbstkritisch das oft zähe Zusammenspiel von Verwaltung und Politik aufarbeiten. Auch bei der Planung von Wulsdorf Mitte wurden Entscheidungen der Verwaltung von politischen Akteur:innen kassiert, was den Fortgang der Arbeiten nicht gerade beschleunigt hat. Wir haben in unseren Fachämtern Expert:innen, denen die Koalition aus SPD, CDU und FDP immer wieder in ihre Facharbeit reingrätscht. Das verschwendet Zeit, wirkt demotivierend und kann die Stadt viel Geld kosten“, schließt Kaminiarz.
Für Rückfragen:
Claudius Kaminiarz, 0179 7312 466
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