GRÜNE + P für ein nachhaltiges Werftquartier

Der Bau- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung hat in seiner letzten Sitzung die Bebauung der Külken-Halbinsel vorangebracht. Als erstes Teilprojekt des Werftquartiers soll hier neuer Wohnraum für Bremerhaven geschaffen werden. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN + P fordert einen sowohl ökologisch wie sozial nachhaltigen neuen Stadtteil.

„Das Werftquartier wird als ein nachhaltig geplantes Bauvorhaben angepriesen“, sagt Claudius Kaminiarz, Fraktionsvorsitzender von GRÜNE + P. „Ob bei den Baumaterialien oder der Mobilitätsplanung, es liegen gute Ideen auf dem Tisch. Uns GRÜNEN + P fehlt bei alledem aber die Verbindlichkeit. Für die Energieversorgung des neuen Quartiers haben wir schon vor Jahren eine strikte Ausrichtung an Klimaneutralität gefordert. Das haben SPD, CDU und FDP seinerzeit abgelehnt. Nachdem das Start Up Towergy angekündigt hat, Klimatürme in Bremerhaven zu produzieren, ergibt sich bei der Energieversorgung vielleicht eine neue Offenheit der Koalition. Die Külken-Halbinsel überwiegend verkehrsberuhigt zu planen, liegt angesichts der Insellage der Bebauung nahe. Die autoarme Verkehrsberuhigung müsste allerdings auch konsequent umgesetzt werden. Dann könnte von dem Projekt eine Signalwirkung für den Rest der Stadt ausgehen, die den Wert von Mobility Hubs für eine moderne innerstädtische Mobilitätsplanung zeigt.“

Für Petra Coordes, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin, ist ein sozial durchmischtes Werftquartier sehr wichtig: „Wir GRÜNE + P haben uns bei diesem großen Entwicklungsprojekt immer für eine Sozialwohnquote eingesetzt. Laut Arbeitnehmerkammer braucht Bremerhaven gerade auch höherwertigen Wohnraum. Das erkennen wir an. Uns GRÜNE + P ist es dennoch sehr wichtig, dass die verschiedenen Stadtteile allen Menschen zugänglich bleiben. Deswegen brauchen wir auch weiterhin Angebote für einkommensschwache Menschen. Für das kommende Werftquartier setzen wir dabei auf das Engagement der Stäwog sowie weiterer dort aktiver Wohnungsbau­gesellschaften, da die Politik leider keine rechtlich verbindlichen Vorgaben beschlossen hat. Angesichts der schrittweisen Umsetzung des Werftquartiers ist es zudem wichtig, dass bei der Entwicklung der Külken-Halbinsel die Infrastruktur für Kinder mitgedacht wird. Wenn in die dort vorgesehenen gut 500 neuen Wohnungen viele Familien einziehen, müssen entsprechend Kita- und Grundschulplätze in der Nähe vorhanden sein“, fordert Coordes abschließend.

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