Columbusstraße: Dem Verkehrsgutachten müssen nun Taten folgen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Columbusstraße und zur Umgestaltung der Innenstadt

Die Columbusstraße ist ein Sperrriegel. Das breite Asphaltband trennt, was eigentlich zusammengehört – Innenstadt, Havenwelten und nicht zuletzt die Weser. Diese Tatsache wurde schon mehrfach von unabhängiger Seite bestätigt und ist wird auch von den Spitzen der Koalitionsparteien nicht negiert. Die GRÜNEN PP haben immer wieder drauf hingewiesen – aber alle guten und richtigen Argumente wurden immer wieder als ideologische Verbotspolitik zurückgewiesen.
Die Columbusstraße muss vierspurig bleiben – manifestiert im Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und FDP und aller unabhängiger Expertise zum Trotz. Stattdessen bezweifelt etwa Stadtverordnerter Raschen (CDU) in der Nordseezeitung die unabhängigen Ergebnisse mit subjektiven Empfindungen. Der Stadtverordnete Allers (SPD) kritisiert gar, dass die Politik in die Vorstellung des unabhängigen Gutachtens nicht eingebunden war.
Rückwärts in die Vergangenheit lautet das Motto. Die Bremerhavener Stadtregierung agiert an den Wünschen der Menschen vorbei. Wichtig scheint nicht die Aufenthalts- und Lebensqualität, sondern der Vorrang für die Bedürfnisse des Pendelverkehrs.

Fachgutachten belegt: Die Columbusstraße ist überdimensioniert

Nun ist es auch durch ein neues Fachgutachten belegt. Die Columbusstraße ist überdimensioniert und kann problemlos zurück gebaut werden. Das Verkehrschaos wird ausbleiben – wir haben es schriftlich. Selbst eine zurück gebaute Straße könnte mehr Verkehr aufnehmen als gegenwärtig vorhanden ist. Doch auch dies kann die regierende Koalition nicht überzeugen. Was immer schon falsch war muss trotzdem richtig sein. Die Manifestation einer ewiggestrigen Ideologie – obwohl sogar Wirtschaft und Handel mehr Chancen als Risiken sehen.

Die GRÜNEN sagen seit Jahren, dass die Columbusstraße überdimensioniert- und nicht zeitgemäß ist. Bis zu 6 Fahrspuren gehören nicht in das Herz einer Stadt. Wir müssen die Aufenthaltsqualität erhöhen und nicht vorrangig die Bedürfnisse des Pendelverkehrs berücksichtigen.

Stadt muss dem Willen der Bevölkerung Rechnung tragen

Nun müssen dem Willen der Bevölkerung, -der Zukunftswerkstatt und nicht zuletzt auch der Expertise auch Taten folgen. Dabei bietet sich eine einmalige und historische Chance. Der Rückbau der Columbusstraße kann und muss Hand in Hand mit der Neugestaltung der Innenstadt und im Sinne der Verkehrswende erfolgen. Mit dem Abriss des ehem. Karstadt-Gebäudes muss die Innenstadtquerung für den Radverkehr den veränderten Gegebenheiten angepasst werden und auch andere Führung der Buslinien darf kein Tabu sein. Hierbei muss die angedachte Umgestaltung des Elbinger Platzes gleich mit gedacht werden.

Bremerhaven braucht einen echten und unabhängigen Plan, Mut zur Veränderung, keine Schnellschüsse und erst recht keine Hinterzimmerpolitik.

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