Regionale Gesundheitsversorgung sichern: Magistrat muss Verantwortung für das KBR übernehmen und aktiv Verhandlungen mit Landkreis Cuxhaven führen

Der Umzug des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) vom Klinikum Cuxhaven ins kleine Landkrankenhaus nach Otterndorf macht die dramatische Schieflage der regionalen Kliniklandschaft, aber auch der haus- und fachärztlichen Versorgung deutlich. Während Versorgungsstrukturen im Umland ausgedünnt werden, spüren die Menschen auch in Bremerhaven die Versorgungslücken immer deutlicher. Die Fraktion GRÜNE + P sieht seit längerem den Bremerhavener Magistrat, als einzigen Gesellschafter des Klinikums Reinkenheide, in der Verantwortung, Gespräche unter anderem mit dem Landkreis Cuxhaven zu führen. Landrat Thorsten Krüger hatte bereits im Mai eindeutige Signale Richtung Bremerhaven gesendet. In der vergangenen Woche wurden sie wiederholt. Dazu Carsten Baumann-Duderstaedt, gesundheitspolitischer Sprecher von GRÜNE + P:

„Der Umzug des Cuxhavener MVZ nach Otterndorf zeigt exemplarisch, wie stark die medizinische Versorgung in unserer Region belastet ist. Schon jetzt muss das Klinikum Reinkenheide die fehlenden Kapazitäten bei den niedergelassenen Haus- und Fachärzt:innen in der Region weitgehend auffangen und kompensieren. Doch auch das KBR steht unter Druck! Als Vollversorger für die gesamte Region muss es nicht nur stabilisiert, sondern gezielt ausgebaut werden. Das gelingt nur durch verbindliche Kooperationen unter anderem mit dem Landkreis Cuxhaven.“

GRÜNE + P sehen hier ganz klar die Bremerhavener Stadtpolitik in der Pflicht, mit konkreten Vorschlägen auf den Landkreis zuzugehen. Baumann-Duderstaedt weiter: „Die Sicherung der regionalen Daseinsvorsorge ist eine politische Aufgabe und keine operative Frage der Klinikleitung oder des Aufsichtsrates. Als einziger Gesellschafter des Klinikums Bremerhaven muss der Magistrat jetzt handeln. Der Landrat hat die Hand ausgestreckt – der Magistrat muss sie nun endlich ergreifen, um gemeinsam mit dem Landkreis eine zukunftsfähige Lösung für die Menschen in Stadt und Umland zu schaffen. Eine Möglichkeit könnte hier sein, dass der Landkreis als Gesellschafter in das KBR mit einsteigt. Das sollte schnell geprüft werden. Auch ein Staatsvertrag zwischen den Ländern Bremen und Niedersachsen sollte erwogen werden. Denn eines ist klar: Die Länder können sich nicht aus ihrer politischen Verantwortung stehlen.“

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