Die Schließung des St. Bernhard Hospitals in Brake kommt im Herbst – Schock, nicht nur für die Wesermarsch

Überraschend wurde am Dienstag angekündigt, dass das St. Bernhard Hospital in Brake kurzfristig geschlossen wird. Carsten Baumann-Duderstaedt, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P und Mitglied der Partei DIE PARTEI, weist auf die Folgen für das Klinikum Bremerhaven Reinkenheide hin.

„Die bevorstehende Schließung des St. Bernhard Hospitals zeigt deutlich die dramatischen Entwicklungen in unserem Gesundheitssystem. Sie hat auch unmittelbare Konsequenzen für die stationäre Versorgung durch die Bremerhavener Krankenhäuser. Bereits jetzt kommen ca. 50 % der Patient:innen in den Bremerhavener Kliniken aus dem niedersächsischen Umland, wie vor allem aus den Landkreisen Cuxhaven, Osterholz, Wesermarsch, Ammerland und Friesland. Durch die Schließung des Klinikums in Brake wird sich eine weitere größere Anzahl an Patient:innen für die Bremerhavener Krankenhäuser entscheiden. Dies muss finanziell und vor allem personell gestemmt werden.“

Aus diesem Grund fordert Baumann-Duderstaedt, die Zukunft des Klinikums Bremerhaven Reinkenheide müsse langfristig gesichert werden: „Auch über Landesgrenzen hinweg muss man jetzt dringend über eine Umstrukturierung der gesundheitlichen Versorgung reden und Lösungen finden. Als einzige Gesellschafterin des Klinikums Reinkenheide, dem größten stationären Versorger in der Region, ist der Bremerhavener Magistrat nun dringend gefordert, zu handeln und Gespräche mit den Verantwortlichen der umliegenden Landkreise hinsichtlich der Finanzierung unseres kommunalen Krankenhauses zu suchen“, schließt Baumann-Duderstaedt.

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