Postenschach statt Wettbewerb

Nur fünf Tage nach der Rücktrittsankündigung von Melf Grantz ließ sich Martin Günthner, von seinem eigenen Vorstand für dessen Nachfolge nominieren. Bereits am 17. Januar und damit lange bevor überhaupt Auswahlkriterien beschlossen, geschweige denn Stelle ausgeschrieben legte sich die Bremerhavener SPD auf Günthner als Kandidaten fest. In Verbindung mit dem im Koalitionsvertrag von SPD, CDU und FDP vereinbarten Vorschlagsrecht für das Amt des Oberbürgermeisters war damit quasi klar: Martin Günthner wird neuer Oberbürgermeister in Bremerhaven. Die Anschließende Stellenbeschreibung wurde ihm vom Magistrat, dem er angehört, scheinbar auf dem Leib geschneidert. Ein faires und offenes Verfahren sieht anders aus. Ein Wunder, dass sich überhaupt andere und sogar geeignete Personen auf diese Stelle beworben haben.
Unter dem Druck von Öffentlichkeit und Presse folgte eine unwürdige Pannen-Parade. Erst im vierten Versuch konnte der zuständige Ausschuss eine rechtssichere Vorstellung der Bewerber*innen beschließen. Wir könnten nun schreiben Fortsetzung folgt, doch das Drehbuch scheint längst geschrieben.

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