GRÜNE + P: Und wieder lässt der Magistrat roden!

Die Stadtverordnetenfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P unterstützt die Kritik des Bündnisses Stadtgrün Bremerhaven an den radikalen Rodungen und der Rickmers­straße. Die hilflose Reaktion der Umweltdezernentin Andrea Toense zeige nur ein weiteres Mal, dass dem Magistrat Klima- und Umweltschutz völlig gleichgültig seien.

„Bremerhavens Umweltdezernentin nennt einen Kahlschlag, dem unter anderem alte Eichen und Buchen zum Opfer fallen, eine ‚Waldumwandlung‘. Bezeichnet sie demnächst fehlende Fachärzt:innen als Gesundheitsumwandlung?“, fragt Claudius Kaminiarz, Fraktionsvorsitzender von GRÜNE + P. „Wie vor einem Jahr an der Weichselstraße ließ der Magistrat jetzt Bäume und Büsche an der Rickmersstraße roden, ohne ernsthaft Alternativen zu prüfen. Selbstverständlich braucht der Hafen, der in stadtbremischem Gebiet liegt, Quarantäne-Einrichtungen. Aber ging das nicht im Hafenbereich? Und wenn nicht: Mussten wirklich derart viele Bäume gerodet werden? Aber dem Magistrat ist echter Naturschutz wohl zu unbequem. Lieber verweist Frau Toense auf Kompensationsmaßnahmen: Irgendwo am Stadtrand werden junge Bäume nachgepflanzt, die aus klimatischer Sicht vielleicht in 50 Jahren das vernichtete Grün ersetzen können und den Menschen in Lehe nichts bringen.“ 

Kaminiarz fordert, dass Frau Toense als Dezernentin für Gesundheit und Klima endlich mehr gegen die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels unternimmt: „Lehe liegt nahe am Hafen. Große Bäume an der Rickmersstraße, die im Sommer kühlen und die Hafenemissionen reinigen, waren ein praktischer Gesundheitsschutz. Und Lehe ist dicht besiedelt. Hier leben viele Menschen mit wenig Geld, die keine eigenen Gärten haben. Es ist unfair, gerade diesen Menschen das wenige Grün, das sie haben, auch noch zu nehmen. Interessiert das die Klima- und Gesundheitsdezernentin gar nicht? Umso wichtiger ist es, dass das Bündnis Stadtgrün kritisch auf diese Versäumnisse hinweist. Bremerhaven braucht diesen zivilgesellschaftlichen Druck“, schließt Kaminiarz. 

Für Rückfragen: Claudius Kaminiarz, 0179 7312466

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