GRÜNE + P zum angekündigten Rücktritt von Oberbürgermeister Melf Grantz

Am 2. Januar hat der Magistrat mitgeteilt, dass Oberbürgermeister Melf Grantz im
Sommer vorzeitig aus dem Amt scheiden wird. Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN+ P dankt Herrn Grantz für viele Jahre der guten Zusammenarbeit. Zugleich zieht sie
politisch eine durchwachsene Bilanz.
„Herr Grantz hat als Dezernent und Überbürgermeister unzählige Stunden für unsere
Stadt gearbeitet. Hierfür möchten wir ihm herzlich danken“, sagt der
Fraktionsvorsitzende Claudius Kaminiarz. „Zugleich haben wir hohen Respekt vor
seiner Entscheidung, in Zukunft seine Kraft in erster Linie für seine Gesundheit und
seine Familie aufzuwenden. Wir haben Herrn Grantz über viele Jahre als einen offenen
und moderierenden Bürgermeister erlebt. In der gemeinsamen Regierungsarbeit von
SPD und GRÜNEN zwischen 2011 und 2015 haben wir gut zusammengearbeitet. Auch
in der Zeit darüber hinaus kennen wir ihn als einen konstruktiven Oberbürgermeister,
der immer zu Gesprächen bereit ist.“
Politisch sieht Kaminiarz aber auch einige Schatten. „Politisch konnte Herr Grantz die
große Dynamik nicht entwickeln. Richtungsweisende Veränderungen sind ihm nicht
gelungen. Die Arbeitslosenzahlen sind in seiner Amtszeit nicht nennenswert
gesunken. Wirtschaftlich kommt Bremerhaven eher langsam voran. Finanziell steht
Bremerhaven weiter schlecht da, wobei die Entschuldung der Stadt vor sechs Jahren
mehr auf die Grüne Finanzsenatorin als den damaligen Magistrat zurückging. Die Idee,
Bremerhaven zur Klimastadt zu machen, mit der er 2011 zusammen mit uns Grünen
angetreten war, hat er nach 2015 aus den Augen verloren. Das kann man ihm nicht
alles persönlich ankreiden. Oft waren es die Fraktionen von SPD und CDU, die seine
Ideen, zum Beispiel in der Verkehrspolitik, verhindert haben. Da fehlte ihm die
politische Kraft, Dinge gegen die mächtigen Fraktionsvorsitzenden durchzusetzen. Das
ändert aber nichts daran, dass sich Herr Grantz durchweg für einen guten politischen
Stil und die Belange der Stadt eingesetzt hat. Wir wünschen ihm alles Gute“, schließt
Kaminiarz.
Für Rückfragen: Claudius Kaminiarz, 0179 7312466

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