Schließung des Zolltors Roter Sand: SPD folgt den GRÜNEN Bremerhaven

Der LKW-Verkehr ist eine große Belastung für die Menschen in Bremerhaven. Lange hatte sich die Bremerhavener SPD dem Problem verweigert. Die Forderung der GRÜNEN Mitgliederversammlung am 22. Juni, das Zolltor „Roter Sand“ für den LKW-Verkehr zu schließen, hat das Thema wieder auf die Tagesordnung gebracht. Die stellvertretende Bremerhavener SPD-Vorsitzende Janina Strelow kündigte auf einer Pressekonferenz die Schließung des Zolltors und einen Neubau an der Alfred-Wegener-Straße an.

„Wir begrüßen, dass nun Bewegung in die Sache kommt und auch die SPD endlich an einer Problemlösung interessiert ist, die die Bedürfnisse der Menschen in Bremerhaven in den Mittelpunkt stellt“, freut sich Christian Neuhäuser, Sprecher des GRÜNEN Kreisverbandes Bremerhaven. „Der Fraktionsvorstand der SPD-Bürgerschaftsfraktion folgt mit seinem Vorschlag nun dem Beschluss unserer Mitgliederversammlung: Der LKW-Verkehr durch die Bremerhavener Innenstadt soll schnell unterbunden werden. Das wird die Lebensbedingungen in unserer Innenstadt und darüber hinaus deutlich verbessern und der Entwicklung des ganzen Stadtteiles zugutekommen.  Dass damit die Hafenrandstraße kommt, ist allerdings kein Automatismus.

Michael Labetzke, Sprecher für Bremerhaven in der GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion, ordnet die Idee landespolitisch ein: „Die SPD in Bremerhaven kann sich nicht einigen. Ich begrüße es sehr, dass nun die SPD-Bürgerschaftsfraktion das Heft des Handels in die Hand nimmt. Wir GRÜNEN strecken unsere Hand aus, um gemeinsam mit der SPD in Bremen und, sofern das gewünscht ist, auch in Bremerhaven, in Sachen Zolltor bald vorankommen. Zwar haben auch die Bremerhavener Koalitionsparteien SPD, CDU und FDP das Problem erkannt und eine Lösung in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben. Dort steht: ‚Mit der Fertigstellung des Hafentunnels soll die Schließung des Zolltors Roter Sand für den LKW-Verkehr erfolgen. […] Durchgangsverkehre durch die Stadtteile werden unterbunden.‘ Einer Umsetzung verweigern sie sich leider bislang. Wir werden uns nun, ausgehend von der Bremischen Bürgerschaft, bemühen, dieses Vorhaben anzuschieben. Denn die Ursache des LKW-Verkehrs in der Bremerhavener Innenstadt ist nun einmal der Stadtbremische Überseehafen – und dieser ist gleichzeitig die Lebensader von Bremerhaven“, schließt Labetzke.

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