Die Klimaschutzstrategie des Landes Bremen sieht die Gründung eines Aus- und Weiterbildungscampus für Berufe im Feld der erneuerbaren Energie vor – einen so genannten Klima-Campus. Das sei eine großartige, zukunftsweisende Idee findet Petra Coordes, arbeitsmarktpolitische Sprecherin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P in Bremerhaven.
„Eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts zeigt: Der Fachkräftebedarf in den für die Energiewende notwendigen Kernbranchen (Solar, Wind und Wasserstoff) ist enorm. Darum ist es sehr gut, dass sowohl Bremen als auch Bremerhaven als Standorte für den Klima-Campus vorgesehen sind. Entsprechende Ausbildungen in Bremerhaven würden unsere Stadt sowohl für Unternehmen als auch für junge Menschen attraktiv machen. Der Abschlussbericht des Instituts für Innovation und Technik (itt) zur Prozessentwicklung und Konzeption für den Klima-Campus im Land Bremen betont, dass Bremerhaven in Eigenregie Lösungen entwickeln werde. Im Gegensatz zur Stadt Bremen wird dann aber wenig Konkretes präsentiert. Darum stellt sich die Frage: Quo vadis, Bremerhaven? Wie soll der Standort des Klima-Campus in Bremerhaven aussehen?“
Coordes stellt diese Frage mit Nachdruck, weil die Zeit drängt: „Im Bereich der Energiewende stehen jetzt große Investitionen an. Firmen entscheiden über Standorte. Da spielt qualifiziertes Personal eine zentrale Rolle. Für die wirtschaftliche Zukunft Bremerhavens sind Aus- und Weiterbildungsformate in den Klima-Berufen eine große Chance. Hier müssen wir Expertise anbieten und so Unternehmen nach Bremerhaven ziehen. Darum müssen sich die relevanten Akteure vor Ort, wie BIS, Magistrat, Technische Berufsschule, Klimahaus, Fachhochschule und Unternehmen, zusammenfinden und Konzepte entwickeln. Diese müssen dann schnell den politischen Gremien der Stadt und dem Senat in Bremen präsentiert werden“, schließt Coordes.
Für Rückfragen: Petra Coordes, 0175 9902170
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