Die Nordsee-Zeitung hat berichtet, dass umgehend mit der Sanierung des Verbindungskanals zwischen dem Alten und Neuen Hafen begonnen werden muss. Daraus folgt, dass dieser während der Sail im August nicht passierbar sein wird. Die Stadtverordnetenfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P kritisiert vor allem, dass der Magistrat in dieser Sache wieder einmal sorglos agiert hat.
„Es war leider abzusehen, dass der Verbindungskanal zwischen Altem und Neuem Hafen während der Sail zum Problem wird“, betont Claudius Kaminiarz, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P. „Darum hatten wir als Fraktion schon Ende 2023 den Magistrat mit einer Frage in der Stadtverordnetenversammlung auf die möglichen Folgen der von Bohrmuscheln zerfressenen Kajen aufmerksam gemacht. Wir hatten angeregt, den Kanal noch vor der Sail in Ordnung zu bringen. Doch der Magistrat wusste es in seiner Antwort auf unsere Anfrage besser. ‚Eine Sanierungsnotwendigkeit bedeutet nicht automatisch, dass eine Sanierung sofort erforderlich ist‘, wurden wir von Herrn Grantz belehrt. Wer hat damals diese Risikoabwägung getroffen? Und wer übernimmt dafür jetzt die Verantwortung? Wahrscheinlich niemand!“
Die Touristiker:innen der Erlebnis Bremerhaven versuchten nun zu retten, was zu retten sei, erkennt Kaminiarz an: „Herr Gerber hat da sehr charmante Ideen präsentiert. Der Alte Hafen könnte dadurch trotz allem ein attraktiver Ort während der Sail werden. Doch die Sorge bleibt, dass der Magistrat unsere Hafeninfrastruktur nicht hinreichend im Blick hat. Immer wieder werden Hafenanlagen aus Sicherheitsgründen abgesperrt oder fallen tatsächlich auseinander. Inzwischen hat der Magistrat einen Zustandsbericht vorgelegt. Wir hoffen, dass darin enthaltenen Informationen belastbarer sind als die Magistratsantwort auf unsere Anfrage zum Verbindungskanal“, schließt Kaminiarz.
Für Rückfragen: Claudius Kaminiarz, 0179 7312466
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