Hafenpolitik ohne Tiefgang

Im Dezember 2023 hat der Bremer Senat eine Hafenfläche mit einer Größe von 7 Hektar, die direkt an der Columbuskaje südlich des Kreuzfahrterminals liegt, für 14 Millionen Euro durch den Rückkauf von Erbbaurechten erworben. Hafensenatorin Vogt informierte seinerzeit den Landeshafenausschuss über ihre Pläne, am südlichen Ende der Columbuskaje einen zweiten Energyport mit Umschlagmöglichkeiten für den Import grüner Energie in Form von Wasserstoff, Ammoniak und Methanol zu errichten. Doch seitdem ist kaum etwas passiert!

„Erst jetzt, gut 12 Monate nach dem Erwerb der Flächen, hat die Hafengesellschaft bremenports einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, der Unternehmen auffordert, Vorschläge für die Nutzung einer der attraktivsten Terminalflächen an der deutschen Nordsee einzureichen“, kritisiert der Grüne Stadtrat Ralf Rüdiger Heinrich. „Das dauert viel zu lange. Konkrete Ergebnisse sind dann frühestens Ende dieses Jahres zu erwarten. Bis anschließende Investitionsentscheidungen getroffen und bauliche Maßnahmen umgesetzt sind, dürfte mindestens 2027 erreicht sein. Drei Jahre oder mehr für die neue Nutzung einer vorhandenen Terminalfläche in bester Lage kann sich nur leisten, wer die Dringlichkeit neuer Hafenaktivitäten in Bremerhaven ignoriert. Die Probleme bei den Geschäftsfeldern Container und Automobilumschlag sind klare Signale, dass schnelles und nachhaltiges Handeln gefordert ist. Ideenwettbewerbe können dies nicht ersetzen“, schließt Heinrich.

Für Rückfragen: Ralf Rüdiger Heinrich, 0151 23220327

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