Das weltweite Erstarken rechter, konservativer und autoritärer Kräfte zeigt wieder einmal: Feministische Errungenschaften wie das Wahlrecht für Frauen, Zugang zu Bildung für Mädchen oder das Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen, waren noch nie selbstverständlich.
„Die Generation meiner Mutter ist damit aufgewachsen, dass die Situation für Mädchen und Frauen in Deutschland jedes Jahr ein bisschen besser wird“, berichtet Elena Schiller, 32 Jahre alt und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P. „Doch dieser positive Trend ist vorbei: Auch in Deutschland sehen wir eine Zunahme von Femiziden, Frauen werden aus Parlamenten und Führungspositionen verdrängt, Hass und Gewalt gegen Frauen im Internet nehmen zu. Es geht jetzt darum, die für uns Frauen hart erkämpften Rechte zu verteidigen.“
„Leider fährt auch die Koalition aus SPD, CDU und FDP hier in Bremerhaven oft einen antifeministischen Kurs“, ärgert sich Schiller. „Anstatt Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen auf dem Arbeitsmarkt oder von Gewalt betroffene Frauen auszubauen, streicht der Sozialdezernent Martin Günthner (SPD) genau diese Angebote. Und in der Stadtverordnetenversammlung haben SPD, CDU und FDP eine Verbesserung des Zugangs zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen verhindert. Dabei hatten die drei Parteien vor genau vier Jahren im Gesundheitsausschuss genau das beschlossen, was jetzt in unserem Antrag stand. Doch wenn ein Vorschlag etwas konkreter formuliert wird und von der Opposition kommt, lehnen die Herren Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU und FDP ihn mit fadenscheinigen Begründungen ab – und das auf Kosten der Frauen in Bremerhaven. Das zeigt deutlich: Feministische Errungenschaften müssen wir auch hier vor Ort im kommunalpolitischen Alltag verteidigen!“
Für Rückfragen: Elena Schiller, 0176 47651207
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