Vergangene Woche hat die Stadtverordnetenversammlung einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNE + P beraten, der die Lage von ungewollt schwangeren Frauen in Bremerhaven verbessern sollte. Im Zentrum stand dabei die Ausweitung des Beratungs- und Informationsangebot in der Seestadt. Darüber hinaus ging es um die Erweiterung der nötigen medizinischen Angebote für einen Schwangerschaftsabbruch. Leider hat die Koalition aus SPD, CDU und FDP den Antrag abgelehnt.
„Frauen, die über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenken, stehen meist unter großem Druck: beruflich, sozial, emotional“, betont Elena Schiller, frauenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. „Betroffene müssen lange auf Termine warten und manchmal weite Wege in andere Städte fahren, um einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Wir Bündnis 90/DIE GRÜNEN + P haben darum einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, der sehr wirkungsvoll die Gesundheit und Selbstbestimmung unbeabsichtigt schwangerer Frauen in unserer Stadt verbessert hätte. Aber SPD, CDU und FDP mochten dies nicht unterstützen.“
Besonders ärgert sich Schiller dabei über die Scheinheiligkeit der Koalition: „Gerade die SPD behauptet in der Öffentlichkeit gerne, dass sie für Frauenrechte sei. In der Debatte hat die CDU sogar beteuert, dass sie den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen prinzipiell befürwortet – abgelehnt haben sie unseren Antrag trotzdem! Damit sendet die Bremerhavener Koalition eine traurige Botschaft: Wenn es konkret wird, sind ihr die Gesundheit und Selbstbestimmung von Frauen nicht wirklich wichtig. Zumindest sind SPD, CDU und FDP nicht dazu bereit, dafür einem Antrag aus der Opposition zuzustimmen. Das ist sehr bitter.“
Für Rückfragen: Elena Schiller, 0176 47651207
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