Waldrodung an der Weichselstraße. Magistrat schafft Fakten mit Gewalt

Heute früh hat die Rodung des Waldes an der Weichselstraße begonnen. Mit Ignoranz und schwerem Gerät setzt sich der Magistrat über alle Bedenken von Anwohner:innen, Naturschutzinitiativen und Opposition hinweg. Die Stadtverordnetenfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN kritisiert diese Arroganz der Macht und ist zugleich nicht überrascht, dass die Natur in Bremerhaven wieder einmal den Kürzeren zieht.

„Der Magistrat lässt den Wald an der Weichselstraße planieren und setzt sich so mit Gewalt über alle Alternativvorschläge und die Sorgen vieler Menschen vor Ort hinweg“, sagt Claudius Kaminiarz, Fraktionsvorsitzender von GRÜNE + P. „Das eingeleitete Bürgerbegehren ist noch nicht beendet und es liegt noch eine nicht abschließend behandelte Petition zu dieser Sache vor. Trotzdem schaffen jetzt die Kettensägen Fakten an der Weichselstraße. Deutlicher können Magistrat und Koalition den Menschen nicht sagen: Eure Befürchtungen sind uns egal und Eure Argumente auch.

Die zweite Botschaft des Magistrats lautet: Lokaler Klimaschutz und Klimaanpassung spielen keine Rolle. Lehe ist enorm dicht bebaut. Den Menschen dort helfen die geplanten Ausgleichsmaßnahmen in Wulsdorf nichts. Auch die von Herrn Günthner angekündigten Nist- und Brutkästen ersetzen keine alten Bäume und dichtes Unterholz. Das ist Greenwashing für ein Bauvorhaben, bei dem innerstädtischer Naturschutz nie mitgedacht wurde. Lehe braucht mehr Grün und Lehe braucht eine neue Kita. Beides wäre möglich gewesen. Doch das wurde nur halbherzig oder erst im Nachhinein geprüft. Lieber spielten Magistrat und Koalition Kinder gegen Bäume aus. Das ist polemisch und unredlich. Wofür schützen wir denn das Klima? Für die Zukunft unserer Kinder. Außerdem brauchen ältere und gesundheitlich belastete Menschen in Lehe jetzt Kaltluftentstehungsgebiete, die bei zunehmender Hitze wie eine natürliche Klimaanlage wirken. Magistrat und Koalition ignorieren diese Bedürfnisse vor Ort. Das ist bitter für die Lebensqualität der Menschen in Lehe“, schließt Kaminiarz.

Für Rückfragen: Claudius Kaminiarz, 0179 7312466

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