18.06.2016

Grüne Forderung: Keine halben Sachen bei der Columbusstraße!

Columbusstraße auf drei Spuren zum Boulevard umbauen

In der aktuellen Diskussion um einen Rückbau der Columbusstraße fordern die GRÜNEN-Stadtverordnetenfraktion sowie die Stadträte für Bau und Gartenbau den Rückbau der zum Alten Hafen hin gelegenen Fahrbahn Richtung Süden. Der komplette Kfz-Verkehr soll stattdessen unter den überdachten Bereich des Columbus-Centers verlegt werden.

„Die Columbusstraße ist in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Teil der autogerechten Stadt für eine Einwohnerzahl von 200.000 ausgelegt worden. Heute wirkt diese ‚Stadtautobahn' wie ein Riegel zwischen der Innenstadt und dem neu entstandenen Tourismusbereich am Alten und Neuen Hafen“, erklärt Claudius Kaminiarz, baupolitischer Sprecher der GRÜNEN-Stadtverordnetenfraktion. „Diese Verkehrsachse passt weder zur absehbaren Einwohner- und Verkehrsentwicklung Bremerhavens, noch zu den heutigen Ansprüchen an eine lebenswerte Stadt. Sie ist in ihrer Monstrosität nicht angemessen für die Bürger*innen, Touristen*innen und Student*innen. Die verbleibende Fahrspur ist ausreichend, den motorisierten Verkehr aufzunehmen“, so Kaminiarz.

„Durch den Umbau bekäme Bremerhaven die Gelegenheit, einen grünen Boulevard für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen mitten in der Innenstadt zu errichten. Dieser würde sowohl Fußgängerzone und Weserdeich als auch Innenstadt und Geestemünde in Verlängerung des Projektes ‚Geestemünde geht zum Wasser' miteinander verbinden“, meint Maurice Müller, GRÜNEN-Stadtrat für Gartenbau. „Damit würden wir den Fuß- und Radverkehr erheblich stärken, deutlich zur Entschleunigung in der Innenstadt beitragen und Platz für völlig neue Aufenthalts- und Erlebnisbereiche schaffen“, ist Müller überzeugt.

„Stadtplanerisch ergäbe sich auch die Möglichkeit, das für Bremerhaven markante Alfred-Wegener-Institut (AWI) deutlicher zu präsentieren und die Hochschule bekäme endlich ein sichtbares Entree“, so die GRÜNEN-Baustadträtin Dr. Jeanne-Marie Ehbauer. „Außerdem würden wir auf diesem Weg den Klimastadt-Gedanken in die Praxis umsetzen, indem wir ein großes Stück Straße wieder entsiegeln.“

„Wir wollen keine halben Lösungen, wie die CDU sie vorschlägt, die lediglich eine Fahrspur irgendwann am Sankt-Nimmerleins-Tag zurückbauen will. Mit richtigem Willen und dem geschickten Einsatz von Förderprogrammen ist der Umbau in absehbarer Zeit zu erledigen“, erklärt Kaminiarz abschließend.
 



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